Vor Ort in Bad Schussenried

Top Thema heute Abend im Gasthof Linde in Bad Schussenried war die Bürgerbeteiligung. Im persönlichen Gespräch konnte ich den Anwesenden an Hand konkreter Beispiele aufzeigen wie eine nachhaltige Bürgerbeteiligung funktioniert.

Am Beispiel Innenstadtsanierung möchte ich dies auch hier genauer darlegen.

In den vergangenen zwei Jahren wurde die Innenstadtsanierung vor allem durch Verwaltung und Planer  gestaltet. Der Gemeinderat hat in drei Sitzungen jeweils über die vorgelegten Planungen entschieden. Anwohner und Händler hingegen wurden erst zu einem späten Zeitpunkt mit fertigen Plänen konfrontiert.

Für mich hätte die Planung mit einer Bürgerbefragung begonnen. Um eine Innenstadt zu planen muss man doch vor allem auch wissen was für Anforderungen die Betroffenen haben. Benötigt ein Geschäft Park- und Ladeflächen für Geräte oder hat ein anderes Geschäft eventuell überdurchschnittlich viel Kundschaft die einen barrierefreien Zugang benötigt. Sind Parkplätze elementar wichtig oder besteht die Möglichkeit vor einem Café oder Lokal eine Sitzgelegenheit anzubieten. Haben Anlieger Interesse im Rahmen der Innenstadtsanierung auch eigene Maßnahmen umzusetzen. Fragen, die meiner Meinung nach in Interviews und Gesprächen geklärt werden müssen bevor der erste Strich gezeichnet wird. Wenn ein Planer die Situation vor Ort kennt, dann kann er eine Lösung erarbeiten, die von der Bevölkerung mitgetragen wird.

“Betroffene zu Beteiligten machen” – und allen ist geholfen.

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