Leserbriefe in der Schwäbischen Zeitung

In der Schwäbischen Zeitung wurde gestern zwei sehr gute Leserbriefe veröffentlicht. Beide möchte ich an dieser Stelle veröffentlichen.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 29. Januar 2010

Eisele könnte „Wir-Gefühl“ schaffen

Mit Interesse verfolge ich den Verlauf der Bürgermeisterwahl, ich war Gemeinschaftskundelehrer an der Realschule Bad Schussenried. Die Bürgerschaft in Bad Schussenried hat das Glück gehabt, zunächst unter drei respektablen Bewerbern auswählen zu können.

Herr Beetz hat die Tragik, dass das ungesunde politische Klima an ihm festgezurrt wird. Seine Leistungen kann und will ich nicht beurteilen, doch ich finde es äußerst unfair, ihm die Alleinschuld am Untergang der Kurbetriebe in die Schuhe schieben zu wollen. Wo bleibt da die Mitverantwortung des Stadtrates, allen voran der langjährigen Mehrheitsfraktion?


Herr Deinet ist Verwaltungsmann mit Erfahrung und nach eigenem Bekunden auch mit Beziehungen. Das macht ihn allerdings zu einem Vertreter eines politischen Systems, das es zu überwinden gilt, wenn wir die weitere Ausbreitung der Politikverdrossenheit stoppen wollen.

In diesem System wird hinter verschlossenen Türen etwas ausgekungelt und dann der Öffentlichkeit, also dem eigentlichen Souverän, vor die Nase gesetzt. Das mag zwar eine ordentliche Verwaltung gewährleisten, gibt aber dem Bürger nicht das Gefühl, wirklich wichtig und ernst genommen zu werden.

Dagegen verspricht Herr Eisele als jüngster Bewerber, die Bürgerschaft bei der Gestaltung der Zukunft mit einzubinden: Wenn ich bedenke, dass die Wirtschaftsunternehmen ständig auf der Suche nach jungen Führungskräften sind, dann kann sein Alter ja nicht von Nachteil sein, zumal er seine Vorstellungen klar zum Ausdruck gebracht hat. Vielleicht könnte es ihm wirklich gelingen, im Rahmen des von allen beschworenen Stadtmarketings ein Gefühl von „Wir in Bad Schussenried“ zu erzeugen.

Ein erster Schritt dazu wäre, wenn die Bevölkerung die Region durch eine Wahlbeteiligung von mehr als 80 Prozent beeindrucken könnte! Die Bad Schussenrieder haben nicht nur die Wahl zwischen drei respektablen Bewerbern, sondern auch zwischen unterschiedlichen politischen Denkansätzen und Stilrichtungen. Jetzt muss der Wähler nur noch wissen, was er will.

Wolfgang Schuler, Baienfurt

Es gibt Wichtigeres als Plakat-Absprachen

Wenn man die Zeitungsberichte zum Schussenrieder Bürgermeister-Wahlkampf verfolgt, wird kein Thema so oft und so intensiv wie die so genannte Plakat-Absprache behandelt. Sicher ist es ein Anliegen, das uns Bürger beschäftigt und dessen sich auch die Berichterstattung annehmen darf. Aber haben wir sonst keine dringenderen Themen? Ob die Kandidaten seriös mit Absprachen umgehen, entscheidet sich in Jahren, nicht in kurzlebigen Aussagen gegen Aussagen.

Ich meine, dass die Kandidaten bisher einen sachlichen Wahlkampf geführt haben. Geben wir doch den wirklich dringenden Sachthemen wie Finanzen, Innenstadtbereich, SHW-Gelände, Alt-Klinik-Nutzung und so weiter Raum und Präsenz. Dies sind die Themen, die wir mit unseren Kandidaten diskutieren und ihre Ansichten dazu erfahren sollten. Nur so können wir auch die Medien auf unsere Situation aufmerksam machen und nicht durch Besserwissen, sondern durch Mitwissen und Mitdenken eine Veränderung für unsere Stadt in Gang setzen.

Dirk Jansen, Olzreute

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Ein Kommentar am “Leserbriefe in der Schwäbischen Zeitung”

  1. Natalie Sagt:

    Ich war einige Zeit am Suchen nach einem Einkommen fuer Schueler Supermarkt Regale usw. hab ich schon ausprobiert hatte aber dann keine Lust mehr, vorallem wegen dem kleinen Einkommen.


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