Wohngebiete und Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit ist für mich ein zentraler Aspekt bei allen Aufgaben, die wir künftig angehen, so auch beim Thema Baugebiete. Eine Wohnbebauung im Bereich der Klinik am Wald kann ich mir deshalb nicht vorstellen. Selbstverständlich müssen wir Baugebiete zu familienfreundlichen Preisen anbieten. Dazu gilt es aber vorrangig den Flächenverbrauch zu reduzieren und zunächst freie Bauplätze und Leerstände in bestehenden Baugebieten zu nutzen. Darüber hinaus sehe ich das innenstadtnahe St. Martins-Esch als nächstes Baugebiet. Für solche Vorhaben sind Fördergelder z.B. im Rahmen des LEADER-Programms vorgesehen, das unter anderem die Minimierung des Flächenverbrauchs zum Ziel hat, um die lebenswerte Landschaftsstruktur intakt zu halten.
Eine Umwidmung des Sondernutzungsgebiets Kur im Bereich der Waldklinik in ein Wohngebiet erscheint mir wenig zeitgemäß und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das heute noch genehmigt werden würde. Nachdem bereits von 2003 bis 2008 das “Modellprojekt Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch Aktivierung des innerörtlichen Potenzials” (MELAP) erfolgreich durchgeführt wurde, bietet das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum unter Minister Peter Hauk für den Zeitraum 2010-2015 das Folgeprojekt MELAP+ an. Der zentrale Grundsatz dieses Programms: Innenentwicklung vor Außenentwicklung.
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